Neue Umfrage zeigt: Gartencentern entgehen möglicherweise Umsätze direkt am Verkaufstisch

In der Hauptsaison sagen 92,3 % der US-Verbraucher, dass klare Pflegehinweise ihre Kaufbereitschaft für eine Pflanze erhöhen würden

Der Mai ist für Gartencenter einer der geschäftigsten und kommerziell wichtigsten Monate des Jahres. Aktuelle Verbraucherstudien deuten jedoch darauf hin, dass viele Verkäufe direkt am Verkaufstisch verloren gehen – ganz einfach, weil die Kunden im entscheidenden Moment im Laden keine ausreichend klaren Pflanzeninfos haben.

Dieses Problem fällt oft gar nicht auf, da es sich nur indirekt auf den Umsatz auswirkt. Dennoch drückt es auf Margen und Erträge.

Klare Infos nehmen die Zweifel

Im April 2025 befragte Open Plant Data 668 US-Verbraucher zu ihrem Kaufverhalten in Gartencentern. Die Ergebnisse zeigen, dass Unsicherheit eine der größten Hürden beim Kauf darstellt. 92,3 % der Verbraucher geben an, dass klare Pflegehinweise ihre Kaufbereitschaft erhöhen würden – davon antworteten 73,6 % mit „Ja, definitiv“ und 18,7 % mit „Wahrscheinlich“.

„Viele Gartencenter konzentrieren sich im Mai vor allem auf Sortiment, Personal und Logistik. Das ist zwar völlig verständlich, aber es wird oft unterschätzt, wie viel Umsatz verloren geht, weil Kunden sich unsicher sind, ob eine Pflanze überhaupt in ihren Garten passt“, sagt Edwin Meijer, Gründer von Open Plant Data. „Sobald ein Kunde Zweifel bezüglich Standort, Pflege, Winterhärte oder Wuchs hat, bleibt die Pflanze mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Tisch stehen.“

Beratung durch Personal ist wichtig, aber nicht immer verfügbar

Die Umfrage zeigt auch, dass Kunden persönliche Beratung nach wie vor schätzen. 32,6 % sagen, dass ihnen die Beratung durch Mitarbeiter beim Pflanzenkauf am meisten hilft. Doch gerade in der Hochsaison ist das Personal oft ausgelastet. 56,5 % der Befragten gaben an, dass sie im Gartencenter schon einmal Schwierigkeiten hatten, kompetente Ansprechpartner zu finden – entweder manchmal oder sogar häufig.

Das macht gut sichtbare Informationen im Markt und online unverzichtbar. 71,7 % der Verbraucher lesen gezielt die Tischaufsteller und Etiketten, um sich vor dem Kauf genauer über eine Pflanze zu informieren, weitere 26,1 % tun dies zumindest gelegentlich. Nur 2,2 % gaben an, sie nie zu lesen.

Pflanzeninformationen als Verkaufstool

Auf die Frage, was die Kaufbereitschaft am meisten steigern würde, war Sicherheit der stärkste Faktor. 55 % sagten, das Wissen, dass die Pflanze in ihrem eigenen Garten gut gedeihen wird, würde sie eher zum Kauf bewegen. Weitere wichtige Faktoren sind klare Pflegehinweise (27 %), auf die Region bzw. das Klima abgestimmte Informationen (23 %) sowie Inspirationen dazu, wie die Pflanze später einmal aussehen wird (22 %).

„Das zeigt ganz deutlich, dass Pflanzeninformationen nicht nur aufklärend sind, sondern einen echten kommerziellen Wert haben“, so Meijer. „Kunden kaufen Pflanzen nicht einfach nur, weil Daten da sind. Sie kaufen, weil die richtigen Infos ihnen die Unsicherheit nehmen.“

Online und Store müssen Hand in Hand gehen

Open Plant Data versorgt Gartencenter und Erzeuger mit strukturierten Pflanzendaten, sortenechten Pflanzenfotos, klimazonen-spezifischen Informationen, einem Online-Pflanzenfinder sowie Tools für POS-Materialien und Etiketten direkt auf der Verkaufsfläche. Die Plattform wurde entwickelt, um Pflanzeninfos skalierbar, konsistent und verkaufsfördernd nutzbar zu machen – sowohl online als auch direkt auf der Verkaufsfläche.

„Die Frage ist nicht, ob Kunden Pflanzeninfos wollen“, fasst Meijer zusammen. „Die Frage ist, ob Gartencenter sie genau in dem Moment parat haben, in dem der Kunde kaufbereit ist.“

Über die Umfrage

Die Online-Verbraucherbefragung wurde im April 2025 unter 668 Verbrauchern in den USA durchgeführt. Im Fokus standen Pflanzeninformationen, Etiketten, Pflegehinweise, persönliche Beratung und Online-Infos beim Pflanzenkauf.