
Die 20-Dollar-Pflanze mit einer 20-Cent-Produktbeschreibung
Würdest du 20$ für ein Produkt ausgeben, wenn du nicht weißt, was du damit anfangen sollst? Vermutlich nicht. Aber genau das haben wir bisher von Kunden im Gartencenter erwartet. Der Mangel an leicht zugänglichen Infos in Gartencentern ist oft überraschend – und wenn es doch mal Infos gibt, sind sie meist auf einem winzigen Etikett versteckt.
In diesem Blog zeigen wir dir, vor welchen Herausforderungen Verbraucher stehen, wenn sie Pflanzen im Gartencenter kaufen. Und natürlich geben wir dir auch Tipps, wie sich diese Hürden ganz leicht abbauen lassen.
Der Realitätscheck
Ich war in einem Gartencenter in den USA unterwegs und sah dieses Preisschild:

Es ist zwar ein Produkt mit einem Preis, aber das hilft einem Kunden ohne großes Pflanzenwissen überhaupt nicht weiter. Warum erwarten wir eigentlich, dass Kunden diese Pflanze kaufen, ohne zu wissen, wie man sie pflegt, wie sie sich entwickelt und ob sie einen harten Winter übersteht?
Noch schlimmer: Wer Katzen oder kleine Kinder hat, zögert beim Kauf erst recht, wenn unklar ist, ob die Pflanze giftig ist.
Trotzdem erwarten wir von Kunden im Gartencenter, dass sie das mal eben selbst herausfinden und einfach Geld für die Pflanze auf den Tisch legen. Doch so läuft das nicht. Fehlen Informationen, verunsichert das die Kunden – und Unsicherheit bremst den Verkauf. Wir haben über 700 Verbraucher befragt: 73,6 % von ihnen suchen beim Pflanzenkauf nach Pflegehinweisen. Etiketten und Tischaufsteller
Die Krux mit den Etiketten
Zum Glück haben die meisten Pflanzen Etiketten, die den Kunden helfen sollen. Aber schauen wir uns dieses Etikett mal genauer an:

Auf den ersten Blick sieht es gut aus, aber es beantwortet längst nicht alle Fragen.
Ist es resistent gegen Wildverbiss?
Sind die Blätter giftig für Katzen?
Wann muss ich die Pflanze zurückschneiden?
Stecketiketten sind zwar nützlich, bieten aber nur extrem wenig Platz. Und das sorgt für ein Paradoxon: Es gibt zwar Infos, aber der Kunde ist trotzdem nicht gut genug informiert, um eine echte Kaufentscheidung zu treffen.
Man kann natürlich auch Bildetiketten an den Pflanzen nutzen (oder die Lieferanten/Züchter darum bitten), aber diese sind meistens sehr klein. Und man kann die Pflanze beschädigen, wenn man sie herauszieht, um das Etikett zu lesen – genau das ist mir hier passiert. Ich habe aus Versehen die ganze Pflanze herausgezogen und die Wurzeln beschädigt:

Unsere Umfrage hat gezeigt, dass 42 % der Verbraucher den Kauf von Pflanzen aufgrund fehlender Informationen schon einmal bereut haben. Es wird also höchste Zeit, dass wir als Branche eine Schippe drauflegen!
Mit gutem Gefühl kaufen Kunden einfach mehr
Ein Kunde will keine Poesie oder vage Etiketten: Er will Sicherheit. Er will wissen, ob die Pflanze im Haus, Garten, auf dem Balkon, im Büro oder im Laden überlebt. Er will wissen, ob sie schnell wächst, ob sie direktes Sonnenlicht braucht, ob sie blüht, ob sie pflegeleicht für Anfänger ist, ob sie für Haustiere giftig ist und ob sie in drei Monaten noch gut aussieht – oder wie sie in drei Jahren wirkt.
Wenn deine Beschreibung nicht bei der Entscheidung hilft, suchen die Kunden woanders weiter oder kaufen gar nicht erst.
Und genau so verlierst du Verkäufe, ohne es überhaupt zu merken.
Leider wird eine umfassende Kundeninfo in vielen Gartencentern und Baumschulen immer noch als Kostenfaktor statt als Verkaufschance gesehen. Doch seinen Kunden unter die Arme zu greifen, ist kein Kostenfaktor, sondern der beste Weg, um treue Kunden zu gewinnen, die gerne mehr kaufen. Sich blind auf die unterschiedlichen Etiketten der Züchter zu verlassen, reicht einfach nicht aus.
In unserer Umfrage gaben über 70 % der Verbraucher an, dass sie eher in ein Geschäft zurückkehren würden, das gute Pflegehinweise bietet, als in eines, in dem es kaum Infos zu den Pflanzen gibt.
Das Problem mit der Ausrede „Mein Personal hilft den Kunden schon“

In unserer Branche sind die meisten Betriebe kleine bis mittelständische Unternehmen. Sie sind fest in der Region verwurzelt, und die Mitarbeiter spielen eine riesige Rolle für das Einkaufserlebnis. Du hast eine Frage? Frag einfach unser Team! Sie kennen das lokale Mikroklima, die Bodenarten und die Gegebenheiten vor Ort.
Genau das hat mir auch ein Inhaber während meiner Tour erzählt.
Aber wie viele deiner Kunden schaffen es an einem sonnigen Frühlingssamstag tatsächlich, mit einem Mitarbeiter über Pflanzen zu sprechen? Mehr als 55 % der Befragten hatten Schwierigkeiten, überhaupt Personal zu finden. Zudem ist bekannt, dass manche Kunden – besonders jüngere – gar nicht gerne nachfragen. Sie tun es ungern, haben Angst, blöde Fragen zu stellen, oder wollen einfach nicht angesprochen werden.
Die andere Herausforderung? Es wird immer schwerer, Fachpersonal mit grünem Daumen und Fachwissen zu finden.
Damit jeder Kunde die Infos bekommt, die er braucht – selbst wenn das Team gerade alle Hände voll zu tun hat – brauchst du einen „stummen Verkäufer“. Und genau hier kommen Tischaufsteller ins Spiel.
Tischaufsteller: Die Brücke zwischen Etikett und Personal
Ein Etikett bietet zu wenig Platz, und dein Personal hat einen riesigen Wissensschatz. Ersteres reicht nicht aus, Letzteres ist nicht immer verfügbar. Tischaufsteller (Bench Cards) helfen dir, diese Lücke perfekt zu schließen.
Über 82 % der von uns befragten Verbraucher nutzen Tischaufsteller beim Pflanzenkauf. Sie bieten deutlich mehr Platz für Infos als ein kleines Etikett, sollten sich aber trotzdem auf die wichtigsten Fakten beschränken, die für die Kaufentscheidung nötig sind:
Wo kann ich die Pflanze pflanzen/hinstellen?
Wie viel Licht braucht sie?
Wie viel Wasser benötigt sie?
Wie groß wird sie?
Blüht sie?
Ist sie pflegeleicht?
Tischaufsteller liefern Kontext, nehmen dem Kunden die Zweifel und helfen ihm bei der Entscheidung. Optional bietet ein integrierter QR-Code Zugang zu noch viel detaillierteren Infos. In unserer Umfrage gaben fast 54 % der Verbraucher an, dass sie QR-Codes nutzen würden, um Pflanzeninfos abzurufen.
Die QR-Codes unserer Plattform können auf jede beliebige Website verlinken. Zudem bieten wir einen digitalen Pflanzenfinder an:

Jeder Klick sorgt für besser informierte und glücklichere Kunden – und spart deinem Personal wertvolle Zeit.
Echter Mehrwert: Die Pflege nach dem Kauf
Nach dem Einpflanzen werfen Kunden die kleinen Stecketiketten meist weg. Doch in ein paar Wochen oder Monaten taucht vielleicht doch eine Frage zur Pflege auf. Was sollen sie dann tun? Einfach googeln und auf das Beste hoffen?
62 % der Verbraucher erwarten von ihrem Gartencenter vor Ort – das ja als Pflanzenexperte gilt – eine Website mit umfassenden Infos zur Pflanzenpflege.
Der Pflanzenfinder hilft dabei, das Sortiment zu entdecken, die richtige Kaufentscheidung zu treffen und die Pflanzen auch nach dem Kauf optimal zu pflegen.

Pflanzendaten sind die Basis für deinen Verkauf
Pflanzendaten klingen im ersten Moment vielleicht trocken. Fotos, Namen, Eigenschaften, Pflegehinweise, Kategorien, Beschreibungen, Filter, Tags, Wuchsformen, Blütezeiten, Winterhärte, Verwendung, Höhe, Breite: nicht unbedingt der spannendste Gesprächsstoff für Partys. Aber es sind genau diese Daten, die deine Marktposition stärken und das Einkaufserlebnis verbessern. 2
Pflanzendaten sind also kein langweiliger Papierkram, sondern das unsichtbare Verkaufs-Fundament deines Gartencenters. Deine Tischaufsteller sind kein nettes Extra, sondern spielen eine entscheidende Rolle im Kaufprozess von Kunden, die noch keine Profis sind.
Unsere Umfrage bestätigt das: Gut informierte Kunden fühlen sich sicherer und kaufen mehr. So einfach ist das.
Wir bieten Pflanzenfotos, Pflanzendaten und Tischaufsteller für Gartencenter, damit Einzelhändler, Züchter und Gartencenter ihren Kunden bessere Informationen bieten können – sowohl online als auch direkt im Laden.
Deine 20-Dollar-Pflanze sieht fantastisch aus und hat definitiv Besseres verdient als ein billiges 0,20-Dollar-Etikett. Zeit, loszulegen!