Green Profit: Eine neue Pflanzen-Plattform powered by KI

Unsere Kollegin Jen Polanz hat sich vor Kurzem mit jemandem unterhalten, der euch mithilfe von KI bei euren Problemen mit Pflanzenbildern und -beschreibungen helfen möchte. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch.

Da wir uns derzeit alle intensiver mit KI beschäftigen und prüfen, wie sie Prozesse vereinfachen und uns effizienter machen kann, bin ich immer offen für Gespräche mit Menschen, die genau zu diesem Zweck aktiv mit der Technologie arbeiten. So kam ich auch mit Open Plant Data ins Gespräch.

Edwin aus den Niederlanden ist Mitbegründer von OpenPlantData.com. Zusammen mit zwei weiteren Eigentümern bietet er dort eine Plattform für Pflanzenfotos und -beschreibungen an, die auf KI basiert. Diese per KI erstellten Bilder sind sortenspezifisch und die Beschreibungen werden automatisch an die jeweilige Winterhärtezone angepasst. Und falls du jetzt an neonblaue Funkien oder andere irreführende Bilder denkst, die Kundinnen und Kunden ständig im Netz sehen: Das Team hat hart daran gearbeitet, absolut realitätsgetreue Darstellungen der Sorten zu entwickeln.

Ich habe den Einsatz von KI-generierten Bildern hinterfragt und er erklärte mir, dass sein Unternehmen mit einem Team von Rechtsexperten der Stanford University zusammengearbeitet hat, um sicherzustellen, dass alles den US-Gesetzen entspricht. Die Plattform löst das Problem, passende Pflanzenbilder für Erzeuger und Händler zu finden, die Pflanzen online anbieten oder Etiketten für die Verkaufsflächen drucken möchten. Laut Edwin wird sie bereits von Einzelhändlern, Großhändlern und sogar Züchtern genutzt, die nach den richtigen Bildern suchen. „Sowohl Kunden als auch dem Ladenpersonal fehlt es heutzutage oft an Pflanzenwissen“, so Edwin. „Gute Fotos und Infos auf der Website, im Laden und auf den Auszeichnungsschildern helfen da enorm. Sie sind quasi deine stummen Verkäufer.“

Bei den Beschreibungen gibt es verschiedene Felder, von denen einige je nach Klimazone variieren. So kann eine Pflanze, die im Norden als einjährig gilt, im Süden beispielsweise als ausdauernd beschrieben werden. Auch bei den Fotos sind unterschiedliche Stile möglich – etwa mit verschiedenen Haustypen im Hintergrund oder als Indoor- versus Outdoor-Aufnahme.

Die Technologie wird bereits von mehreren europäischen Erzeugern und Gartencentern genutzt, und aktuell arbeitet er mit einem Gartencenter in Texas zusammen, um dort bald an den Start zu gehen.

„Es kann ein wirklich mächtiges Werkzeug sein, aber es ist kein Zaubermittel“, betont er. Das Ziel sei es, Erzeugern und Händlern die Arbeit beim Zusammenstellen von Bildern und Beschreibungen zu erleichtern. „Ich arbeite seit 25 Jahren mit inhabergeführten Betrieben zusammen, und sie alle haben im Grunde dieselben Herausforderungen. Wir wollen ihnen helfen.“